Verständnis der Varroa-Behandlung: Von der Überwachung bis zur langfristigen Bekämpfung
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Was man sieht, ist nicht immer das, was am wichtigsten ist. Eine wirksame Behandlung gegen Varroamilben beginnt mit einer einfachen Tatsache: Milben können sich in verdeckelten Brutzellen vermehren. Bis Sie sie auf geschwächten Bienen entdecken, ist das Befallsproblem oft schon in vollem Gange.
Deshalb ist die Varroabehandlung kein einmaliger Kampf. Es geht vielmehr darum, den Milbendruck dauerhaft unter der Schadschwelle zu halten. Sie müssen nicht jede einzelne Milbe ausrotten, sondern einen sicheren Zustand aufrechterhalten, den das Volk gut tolerieren kann.
In diesem Leitfaden gibt APIBUZZ einen Überblick über die wichtigsten Methoden, um die Milbenpopulation unter einer Warnschwelle zu halten. Dieser Leitfaden vergleicht die Hauptwege zur Behandlung von Varroamilben und erklärt, wann die jeweilige Option am besten in ein umfassenderes Konzept zum Varroamanagement passt. Unser Ziel ist es, Imkern bei der Auswahl eines passenden Plans für ihre Bienenvölker zu helfen.
Wie sehen Varroamilben aus?
Weibliche erwachsene Varroamilben sind leichter zu erkennen, als ihre Größe vermuten lässt. Ihr abgeflachter, rotbrauner Körper – etwa 1,1 mm lang und 1,7 mm breit – ist auf erwachsenen Bienen gut sichtbar. Die deutlich kleineren Männchen sind blass und verbleiben meist in der Brut. Varroa-Eier sind rund, milchig weiß, etwa 1,00 mm lang und 1,5 mm breit.
Varroamilben sind Parasiten der Honigbiene und ernähren sich von Larven und Puppen. Meist befallen sie das sich entwickelnde Brutnest. Dieses parasitische Verhalten verursacht verheerende Probleme für die Bienen, darunter Missbildungen, Schwächung und Flugunfähigkeit.
Diese erkrankten Jungbienen werden später zu Sammelbienen, doch ihre Sammelleistung bricht drastisch ein. Manchmal können sie ihre Aufgaben gar nicht mehr erfüllen – wie tragisch, wo doch das gesamte Volk auf Futter wartet!
Wenn das Leiden der Honigbienen ignoriert wird, können Varroainfektionen ganze Völker vollständig vernichten.
Wie verbreiten sich Varroamilben?
Varroamilben bewegen sich nicht von selbst zwischen den Völkern. Sie reisen zeitlebens mit ihren Wirtstieren. Bienenbewegungen können ein Milbenproblem in einem einzelnen Bienenstock schnell zu einer Katastrophe für den gesamten Stand machen. Räubernde und verfliegende Bienen sind die wichtigsten Wirte für die Übertragung.
Varroamilben verstecken sich gerne in verdeckelten Zellen. Für Imkerneulinge ist das oft schwer zu erkennen. Beim Austauschen von Brutwaben werden manchmal befallene und gesunde Völker vermischt, was die Milben ebenfalls weiterverbreiten kann.
Eine indirekte Übertragung zwischen Völkern kann auch stattfinden, wenn sich befallene und gesunde Sammelbienen auf denselben Blüten berühren. Die direkte Übertragung durch verfliegende oder räubernde Bienen dominiert jedoch; eine Übertragung über Blüten kommt eher selten vor.

Bestimmung des Varroamilbenbefalls:
95,2 % der Varroa destructor-Milben haben das Verhalten entwickelt, sich auf der Unterseite des Bienenhinterleibs zu verstecken und dort zu fressen. So gelangen sie leicht an den Fettkörper der Bienen.
Für Imker ist es schwer, sie mit bloßem Auge zu finden. Wenn bei einer Kontrolle bereits mehrere Milben auf dem Rückenpanzer (Thorax) der Bienen zu sehen sind, ist der Befall bereits gravierend. Wir benötigen ein quantitatives Milbenmonitoring, um genaue Ergebnisse zu erhalten und Behandlungen so früh wie möglich durchzuführen.
Wir empfehlen Methoden wie die Puderzucker-Methode (Sugar Roll) oder die Alkohol-Auswaschmethode (Alcohol Wash). Nehmen Sie eine Probe von etwa 300 erwachsenen Arbeiterinnen. Berechnen Sie die Befallsrate als Anzahl der Milben pro 100 erwachsenen Bienen. Vergleichen Sie diese Ergebnisse mit den lokal empfohlenen saisonalen Behandlungsschwellen.
Ihre Bemühungen bei der Überwachung der Milbenpopulation verlaufen umso erfolgreicher, je besser Sie den saisonalen Entwicklungszyklus kennen. Machen Sie sich mit den Zeiten vertraut, in denen die Milbenpopulationen stark ansteigen können. Beginnen Sie mit dem Monitoring früh im Frühjahr und setzen Sie es während der aktiven Saison regelmäßig fort. Führen Sie Tests unbedingt sowohl vor als auch nach einer Behandlung durch.
Testen Sie das Volk nach der Behandlung stets erneut, um zu überprüfen, ob die Milbenzahl auf ein akzeptables Niveau gesunken ist. Bleibt der Befall hoch, sollten Sie eine alternative Behandlung in Erwägung ziehen, anstatt einfach davon auszugehen, dass das Mittel gewirkt hat. Je nach Region und Klima variieren auch die Behandlungsschwellen. Lassen Sie sich am besten in lokalen Imkereiforen oder von erfahrenen Imkern beraten.

Mechanische und biotechnische Methoden zur Varroabekämpfung
Mechanische Bekämpfungsmethoden zielen darauf ab, Varroamilben physisch zu entfernen oder ihren Fortpflanzungszyklus ohne den Einsatz chemischer Mittel zu unterbrechen. Biotechnische Verfahren nutzen biologische Gegebenheiten und spezifische Merkmale der Bienen. Diese Methoden sind Teil der integrierten Schädlingsbekämpfung (IPM). Imker sollten die Befallsrate nach jedem Eingriff überprüfen, um eine nachhaltige Schutzwirkung zu gewährleisten.
Entnahme von Drohnenbrut
Varroamilben bevorzugen Drohnenbrut stark, weshalb Drohnenwaben hervorragend als Milbenfalle dienen. Boot et al. (1995) fanden heraus, dass Varroamilben etwa 11,6-mal häufiger in Drohnenbrutzellen eindringen als in Arbeiterinnenbrutzellen. Drohnenbrut weist zudem eine längere Entwicklungszeit auf, was den Milben mehr Zeit zur Fortpflanzung gibt.
Während die Wachsdeckel die heranwachsenden Bienen schützen, bieten sie auch den Varroamilben einen geschützten Zufluchtsort. Viele Arten von Akariziden können nicht tief genug in die Verdeckelung eindringen, um die Milben dort abzutöten.
Durch das Entfernen der verdeckelten Drohnenbrut vor dem Schlüpfen der Drohnen können Imker einen erheblichen Teil der sich fortpflanzenden Milben mechanisch entnehmen. Dies ist in Europa und Amerika ein etablierter Klassiker, sollte jedoch nicht als einzige Behandlungsmethode eingesetzt werden.
Brutunterbrechung
Sie können eine vorübergehende Brutunterbrechung herbeiführen, indem Sie die Königin käfigen, entnehmen oder das Volk teilen. Da sich Varroamilben in verdeckelten Brutzellen vermehren, hilft die Unterbrechung des Brutzyklus, die Milbenzahl schneller zu senken. Auf diese Weise lässt sich die Wirksamkeit vieler Behandlungen, insbesondere mit Oxalsäure, deutlich steigern.
Gitterboden:
Ersetzen Sie feste Holzböden durch Böden mit Gitter. Diese klassische Methode nutzt das natürliche Verhalten der Bienen aus: Abgefallene Varroamilben fallen durch das Gitter und können die Bienen nicht erneut befallen. Auch wenn der Rückgang der Milbenzahl meist moderat ist, unterstützen Gitterböden ein integriertes Varroamanagement (IPM).
Puderzucker:
Das Bestäuben der Bienen mit Puderzucker kann das Putzverhalten anregen und einige auf den Bienen sitzende Milben lösen. Dieser Ansatz ist zwar bedingt wirksam, erfordert jedoch sehr viel Arbeit. Heutzutage ziehen nur noch wenige Imker diese Methode in Betracht.
Resistente Bienenstämme
Zucht oder Kauf von Völkern mit varroaresistenter Genetik.
Reingezüchtete amerikanische ARS-Russische Bienen weisen eine erhebliche Resistenz gegen Varroamilben auf. Ein Mechanismus besteht darin, dass ihre Larven für Varroamilben 'attraktivitätsarm' sind, was die Fortpflanzung der Milben hemmt.
VSH (Varroa-Sensitive Hygiene) ist ein spezielles Putzverhalten der Bienen. Arbeiterinnen können Brutzellen erkennen, in denen sich Varroamilben vermehren. Sie öffnen die Zellabdeckungen und entfernen die befallene Larve.
Diese speziellen Bienenstämme eliminieren die Milben entweder direkt oder stören indirekt deren Fortpflanzungsstätten.

Chemische Strategien:
Um bestmögliche Überwinterungsergebnisse zu gewährleisten, sollten chemische Milbenbekämpfungsmittel verabreicht werden, bevor sich die Winterbienen bilden.
Organische Behandlungen:
Sanftere Chemikalien sind organische Substanzen wie Oxalsäure, Ameisensäure, Thymol und Hopfen-Betasäuren. Diese können aus ätherischen Pflanzenölen, Früchten oder Tiersekreten gewonnen werden. Nach der Behandlung im Bienenstock verflüchtigen oder abbauen sie sich leicht. Das bedeutet, dass ihre Rückstände eine deutlich geringere Persistenz aufweisen als synthetische Chemikalien.
Synthetische Akarizide:
Synthetische Akarizide wie Tau-Fluvalinat, Amitraz und Coumaphos zeichnen sich durch eine hohe Wirksamkeit aus. Da einige synthetische Akarizide fettlöslich (lipophil) sind, können sich nach wiederholter Anwendung Rückstände im Bienenwachs anreichern. Im Laufe der Zeit haben Imker jedoch gelernt, wie sich solche Rückstände reduzieren lassen.
Durch das regelmäßige Erneuern alter Brutwaben tragen Sie dazu bei, Rückstände im Bienenstock zu verringern. Vermeiden Sie es, Bienen unnötig oft „kontaminierten“ Waben auszusetzen. Halten Sie sich bei der Anwendung von Pestiziden strikt an die Gebrauchsanweisung auf der Verpackung.
Resistenzmanagement
Wenn Imker über längere Zeit nur einen einzigen Wirkstoff einsetzen, können Milbenpopulationen Resistenzen entwickeln. Dadurch nimmt die Wirksamkeit der Bekämpfung ab. Dieses Problem tritt häufig auf und beschränkt sich nicht nur auf synthetische Akarizide. Auch Behandlungen mit organischen Säuren können an Wirkung verlieren, wenn eine einzelne Methode im Bienenstock übermäßig genutzt wird.
Um der Resistenzentwicklung entgegenzuwirken, sollten Imker wiederholte Behandlungen mit demselben Wirkstoff vermeiden. Halten Sie die empfohlene Dosierung und Anwendungsdauer ein und überwachen Sie den Milbenbefall. Wechseln Sie nach Möglichkeit zwischen Produkten mit unterschiedlichen Wirkungsweisen ab.
APIBUZZ-Produktserie zur Varroabehandlung:
Die Kombination verschiedener Behandlungsmethoden verringert das Risiko einer Resistenzbildung der Varroamilben gegen ein einzelnes Medikament. Zudem wirken unterschiedliche Wirkstoffe je nach Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen im Stand unterschiedlich. Daher lohnt es sich, Ihre Behandlungsmethoden vielseitig zu gestalten!

APIBUZZ bietet Imkern vielfältige Optionen zur Verabreichung von Behandlungsmitteln. Durchstöbern Sie unser breites Sortiment an Bienenarzneimitteln und wählen Sie die Lösung, die am besten zu Ihren Anforderungen passt!
Die APIBUZZ Varroastreifen zählen zu den von Imkern am häufigsten genutzten Hauptprodukten. Aufgrund ihrer hohen Wirksamkeit erfreuen sie sich in der Imkerschaft großer Beliebtheit. Folgende APIBUZZ Streifen stehen zur Auswahl:
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Produkt |
Wirkstoff |
Eigenschaften |
Beschreibung |
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APIFLUVA |
Fluvalinat |
Standarddosis |
Basisbehandlung |
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APIFLUVA-PRO |
Fluvalinat |
Hohe Dosis |
Für resistenzgefährdete Situationen |
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INS FLUVA |
Fluvalinat |
Niedrige Dosis |
Sanfte Behandlung |
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APIFLUME |
Flumethrin |
Standarddosis |
Für resistenzgefährdete Situationen |
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APIXPERT |
Flumethrin |
Langzeitabgabe |
Ein Streifen wirkt mindestens 42 Tage lang. |
APIBUZZ bietet auch flüssige Lösungen für die Imkerei an. Diese Produkte zeichnen sich durch ein gutes Benetzungs- und Einwirkverhalten aus, wirken gründlich und entfalten auch bei feuchten Witterungsverhältnissen eine optimale Leistung. Aus diesem Grund schätzen Imker weltweit diese Anwendung.
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Produkt |
Spezifikation |
Beschreibung |
| LINGMAN 12,5% EC Amitraz-Lösung | 50 ml / Flasche |
Akarizid / Milbenbekämpfungsmittel |
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SALUD-BEE 20% EW Tau-Fluvalinat-Lösung |
50 ml / Flasche |
Akarizid / Milbenbekämpfungsmittel |
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LINGMAN 10% BTMAC-Lösung |
50 ml / Flasche |
Desinfektion von Bienenstöcken, Geräten und der unmittelbaren Umgebung; Krankheitsprävention |
Darüber hinaus bietet APIBUZZ Lösungen für die organische Varroabehandlung an. Imker setzen hierbei auf sanftere Substanzen zur Regulierung des Milbenbefalls.
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Produkt |
Spezifikation |
Beschreibung |
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APITHYMO — Thymol |
200 g / Flasche |
Sanftes Akarizid |
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MYTH-BEE — Oxalsäurepulver |
200 g / Flasche |
Sanftes Akarizid |